Home «Fünfundzwanzig tapfere Turnerlein…

«Fünfundzwanzig tapfere Turnerlein…

«Fünfundzwanzig tapfere Turnerlein…

..planten eine Turnfahrt fein,
doch Corona machte alle wirr,
dann waren es nur noch vier»

Ready for the big walk!!!

Ja, so etwa hätte Wilhelm Busch vor etwa 150 Jahren unsere Turnfahrt von gestern beschrieben. Wegen der Maskenpflicht und den langen Zugfahrten wurde die Turnfahrt in den Kanton Schaffhausen kurzerhand gestrichen und als Kurz-Ausflug ins Freiamt verlegt. Aber wie gesagt, fanden danach nur 4 der tapferen Turner den Weg zum Bahnhof Alpenblick.

… nicht ganz offizeller Weg

Mit einer kurzen Zugfahrt ging es nach Wohlen und von dort zu Fuss auf dem Freiämterweg durch das Industriequartier bis zum Oberdorf, danach entlang von vielen schönen Villen und später über offen Felder vorbei am Huerehübel bis in den Waldabschnitt Gugelholz.

voller Elan durch den Wald

Danach erreichten wir über Forststrassen und verborgene Pfaden den idyllischen Weiher im Inner Cholmoos.

Inner Cholmoss-Weiher: Ein toller Ort, um die Seele baumeln zu lassen!

Ganz in der Nähe steht der Bättlerstein oder Bettlerstein, welches eine Steinformation aus zwei tonnenschweren Granitsteinen auf einem nahen Hügel ist – ein einladendes Kletterparadies für Kinder.

Bättler- oder Bettlerstein – tonnenschwere Granitblöcke (Quelle C. Wiedmer)

Der letzte Teil vor der Mittagspause war ein leichter Spaziergang im Zickzack über die vielen querlaufenden Forststrassen bis zum Erdmannlistein. Die drei grossen, über 60 Tonnen schwere Granitblöcke dominieren den kleinen Hügel mitten im Wald. Spektakulär an dieser Felsformation ist vor allem die zwei ca. fünf Meter hohen Felsbrocken, auf denen ein dritter, grösserer Block ruht. Dass die Formation Erdmannlistein genannt wird, liegt nicht nur an der Vermutung, dass die Steinmannliformation ein Teil einer prähistorischen Kulturstätte sind, sondern eher an der lokalen Sage, dass dies der Eingangsort einer Höhle war. Darin hätten die zutraulichen «Erdmannli» gelebt, den Heinzelmännchen ähnliche Wesen. Sie hätten Tänze und Sprünge aufgeführt und dafür von den Menschen Gemüse als Belohnung erhalten. Als zwei junge Burschen Steine in die Höhle geworfen hätten, seien die «Erdmannli» für immer verschwunden.

Unter Kindern kursiert die Sage, dass die «Erdmannli» dann wieder hervorkämen, wenn es jemand schaffte, sieben Mal mit angehaltener Luft um den Erdmannlistein zu rennen (was unmöglich ist) [https://de.wikipedia.org/wiki/Erdmannlistein].

Keine Erdmannli, aber Waldmistkäfer entdeckten wir!
Cervelat-Plausch beim Erdmannlistein…

Wann hast du den letzten Cervelat an einem Holzstecken gebrätelt?

…und ein Glas Weisswein durfte nicht fehlen

Genau das haben wir nun getan… und die Dinger schmeckten köstlich. Sogar Martin musste lernen, dass man einen guten Cervelat auch ohne Senf essen kann und der erst noch hervorragend schmeckt. Zum Anstossen gab es sogar gekühlten Fendant!

Der Weg führt weiter durch den hügligen Wald (Moränenlandschaft) hinunter nach Bremgarten. An der Reuss genossen wir dann das verdiente Eis, bevor wir zum Rundgang in die Altstadt aufbrachen.

Um vier Uhr gings wieder per Bahn am Erdmannlistein vorbei nach Wohlen und weiter nach Cham Alpenblick. Eine gelungene Mini-Turnfahrt 2020.
6.09.20 HAU

trotzallem, ziemlich erschöpft von der Entdeckungsreise.

Author: Thomas

Thomas

Leave a Reply

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.