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Ausflug Seniorenriege 2018

Die Seniorenriege TV Cham hat die Lungen voll Tessinerluft

«Die Zugsverbindung zwischen Arth-Goldau und Flüelen ist unterbrochen.» So informierte am frühen Morgen des 15. Juni Radio DRS. Super, und unser Reiseleiter Ruedi Fellmann hat auf 12.00 h im Ristorante Canvetto der Carletto am Ritomsee ein echtes Tessinerzmittag bestellt!
Na ja, wir Senioren haben ja schon einiges erlebt und so bestiegen wir unverdrossen in Cham und dann in Zug die Bahn …. um dann in Arth-Goldau, zusammen mit gefühlten 10’000 anderen, wieder auszusteigen und auf den Bahnersatz zu warten. Wir standen ziemlich eng im Bus und sausten via Axen in 35 Minuten nach Flüelen. Die Bemerkung einer Mitfahrerin im Pensionsalter «im Normalfall wäre das sexuelle Belästigung» brachte uns alle zum Schmunzeln und so verging die temperaturmässig heisse Fahrt rasch. Ruedi war die Ruhe in Person, dank Handy immer bestens informiert und laufend am nächsten Schritt organisieren, molto grazie!
Chapeau, vor der sehr flexiblen SBB: Die 13 Minuten Wartezeit in Erstfeld wurden uns mit dem dort wartenden Nostalgiezug Orientexpress versüsst, die Anschlusszüge Richtung Süden verkehrten planmässig und wir freuten uns, wie dazumal auf der Schulreise, das Chileli von Wassen von unten, auf Augenhöhe und von oben zu sehen. In Airolo gings per Bus ein paar Stationen weiter und nach einem kurzen Warmlaufen standen wir vor der steilen Standseilbahn Piora hinauf zur Staumauer. Die von der Autobahn gut sichtbaren dicken Wasserrohre entlang der Bahn begleiteten uns 711 Höhenmeter hautnah.
Erste Fotos von oben hinunter ins Tal und auf die Flugpiste wurden geschossen und dann gings leicht bergwärts zur Staumauer. Diese liessen wir rechts liegen und wanderten am tiefblauen Ritomsee entlang zu unserer Verpflegungsstätte. Eine Stunde später als geplant, doch Salat, Schmorbraten und Polenta, inkl. Kuchen der Nonna zum Dessert mundeten prächtig. Der Hauswein liess sich auch nicht lumpen und das Wasser – um den Schweiss wieder zu kompensieren – war auch kein schlechter Jahrgang.
Nach einem fröhlichen Anstossen im Kreis mit dem gespendeten Limoncello gings dann auf der anderen Seite des Sees zurück zur Bähnlistation. Der Abstieg zum See war happig, Wanderstöcke im Rucksack (natürlich in dieser Phase in den Händen) wären dienlich gewesen. Glücklich kamen alle gesund unten an und hatten trotz Mühsal Zeit, die Enziane, die teilweise bereits blühenden Alpenrosen und den einmalig schönen Blick auf den Stausee und die Bergwelt zu geniessen.
Die totale Marschzeit von gut 3 Stunden war perfekt berechnet, das Bähnli stand bereit (schliesslich ist es eine Standseilbahn) und unten war der Glacestand bestens bestückt. Und so schlenderten dann die 16 Mitglieder der Seniorenriege Cham schleckend der Strasse entlang nach Ambri, wo der süsse Nachgeschmack mit einem Bier und scharfer Salami neutralisiert werden musste. Der Heimweg verlief problemlos, keiner fiel vom Stängeli (sprich schlief ein, was auch schon anders war) und die Gespräche verliefen fröhlich und wir planten bereits die nächste Reise.

Ruth Dössegger, Turnleiterin Seniorenriege

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Autor: Godi

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