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Wanderung der Frauenriege ins Glarnerland

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Die Frauenriege wandert!

Die Gipfeli mussten wir am Sonntag­morgen, 13. Sept. um 07.30 h nicht mitnehmen, denn von Cham bis nach Linthal im Glarnerland ist die Zugfahrt kurzweilig. Kein Servicewägeli mit Kaffee ist in den Zügen zu entdecken – man steigt um in Zug, Thalwil und Ziegelbrücke. Das Umsteigen verlief überall zügig und pünktlich war der Ausgangspunkt der Wanderung in Braunwald erreicht. Zwar war noch nicht ganz genau abgeklärt, ob nun 22 oder 23 Frauen auf der Reise waren, aber bis am Abend hatten etliche Frauen mit der Organisatorin Lore Iten mitgezählt und die Endzahl lautete eindeutig: 23! Mit den Billett-Kontrolleurinnen hatten wir keine Querelen wie dies auch schon der Fall war – allesamt hatten nichts zu beanstanden.
In Braunwald gibt es das originelle Lesecafé Bsinti, das extra für uns eine Stunde früher als normal seine Türen öffnete. Der Kaffee mit Gipfeli schmeckte himmlisch und alle be­staunten die heimelige Innen­ein­richtung des Lesecafés. Man könnte dort lange verweilen und in den Büchern schmökern. Aber unsere Wanderung stand auf dem Programm – kein Lese- und „Plägeri“-Tag! Das Wetter war zwar nicht gerade strahlend, als wir aufbrachen, aber immerhin regnete es nicht. Sogar die Temperatur war ganz angenehm.
Der Wanderweg führte uns durch einen Braunwalder Dorfteil, der nachher auf Weiden mit Kühen, durch waldiges Gebiet mit sanftem Anstieg weiterging. Auf einer Seite konnte man tief ins Tal hinunter blicken und links hatte man immer wieder die Sicht auf die Bergkette, wo sich der Bächistock (2914 m), das Vrenelisgärtli (2904 m) und der Vorder Glärnisch (2327 m) erheben. Die Jahrmillionen alten übereinander geschobenen Gesteins­schichten sehen eindrücklich aus. Für tüchtige Wanderer hat das Glarnerland viel zu bieten. Es gibt Alpin- und Bergwanderwege, die z.B. ins Klöntal, ins Bisistal oder auf den Klausenpass, über den Kistenpass und auf vielen Wegen nach Graubünden und in den Kanton St. Gallen führen. Interessante Informationen über das Welterbe Sardona findet ihr auf www.unesco-sardona.ch .
Wir Frauen waren aber ganz zufrieden mit unserer Route. Mittlerweile zeigte sich die Sonne und Mittagessen war angesagt. Bald hatten die Wander­frauen ein sonniges Plätzchen auf einem Stein oder im Gras gefunden, ihren Proviant ausgepackt und picknickten gemütlich. Bernie und Christa zauber­ten Rotwein und Becher aus ihren Rucksäcken und so fehlte nicht mal ein feiner Tropfen Shiraz zum Zmittag!
Die Umgebung war schön und nebst Alpenblumen, knorrigen Bäumen und dem Bergpanorama boten sich sogar echte Glarner Kuhfladen als Fotosujet an.
Nach einer Stunde Rast machten wir uns wieder auf den Weg und erreichten die Bächialp. Dann ging‘s aufwärts zur Beiz „Bösbächi“, wo sich einige Frauen sehr gerne mindestens für eine Kaffeelänge hingesetzt hätten. Aber die Wander­leiterin Lore wollte für eine weitere Rast den wunderbaren Oberblegisee (1433 m) erreichen. Das ist wirklich ein wunderschöner Bergsee, in dem man im Sommer auch ein Bad nehmen kann. Jetzt waren aber da nur ein Hund, der sich das Bad zutraute und siehe da: Brigitte und Silvia entdeckten auch noch zwei unerschrockene Laufenten (aus dem Norden?), die sich dort scheinbar wohlfühlten.
Leider zogen wieder Wolken auf und wir marschierten hinunter zur Seilbahn Brunnenberg, bevor es zu regnen begann. Bei der neuen Seilbahn gab es leider keine Beiz und so liessen wir uns ins Tal hinunter transportieren. Da wir auch in Luchsingen kein offenes Restaurant vorfanden, nahmen wir den nächsten Zug nach Glarus.
Mittlerweile war es dank Föhn wieder sonnig und warm und wir fanden endlich in Glarus noch ein gemütliches Café und das Hotel Glarnerhof. Die einen genossen ein Glas Weisswein, andere einen Kaffee mit der weltberühmten Glarnerpastete. Diese schmeckte wirklich wunderbar und wir hörten auch noch von anderen Glarner Spezialitäten, wie Kalberwurst oder Läderach-Frischschoggi, die heut­zutage in alle Welt exportiert wird.
Nach einem Spaziergang im Park und einem kurzen Sonnenbad beim Bahnhof brachten uns die ver­schiedenen Züge wieder mit der gewohnten Pünktlichkeit nach Cham. Mit den reservierten Plätzen war es aber so eine Sache. Es waren viele Gruppen unterwegs – auch mit Bikes – aber schlussendlich konnten sich doch alle hinsetzen und war’s halt auf der Treppe!
Am Abend gab uns Marianne noch interessante Zahlen vom „Wander-App“ bekannt: 20‘778 Schritte hatte sie in 192 aktiven Minuten zurückgelegt. Die gelaufene Distanz betrug 13,20 km und der Kalorienverbrauch lag bei 1‘897! Wenn man diese Zahlen x 23 rechnet, wurde doch etwas geleistet an diesem Wander-Sonntag.

Herzlichen Dank an Lore Iten, die uns einen interessanten, gut organisierten Wandertag ermöglichte in ein Wander­-und Ausflugs-Gebiet, das man nicht alle Tage besucht.

Elisabeth Würsch

Autor: Trudi Werder

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