Home Herbstwanderung der Frauenriege 2014

Herbstwanderung der Frauenriege 2014

image (1)

Über sieben Brücken…..
wanderten die Frauen vom TV Cham 1884!

Am Bettag goss es morgens um 7 wie aus Kübeln, als sich die Frauen beim Bahnhof Cham einfanden. Aber optimistisch stiegen sie in den Zug Richtung Zürich ein und freuten sich gut 2 Stunden später über den fast blauen Himmel in Neuchâtel. Ein kleiner Zug brachte 17 wanderlustige Frauen ins Val-de-Travers, wo in Noiraigue auch andere Wander- und Bikergruppen ausstiegen. Die Gartenwirtschaft des Restaurants „l’auberge de Noiraigue“ war bald von fröhlichem Geplauder erfüllt und feiner Kaffee mit Croissants stärkte uns Frauen für die 4-stündige Wanderung. Ab  Noiraigue wandert man zuerst der Bahnlinie entlang neben saftig grünen Wiesen und die Areuse fliesst breit, ruhig und gemächlich dahin. Aber bald wird es felsiger und waldiger, das Wasser stürzt über Steine und Schnellen. Moosige Steine und Bäume bergen eine fast romantische und märchenhafte Stimmung in sich. Der Weg schlängelt sich nahe den Felsen entlang, wo auf grossen  Steinbrocken Tannen und Bäume in den blauen Himmel wachsen. Mal läuft man durch kleine Tunnels, unter überhängenden Felsen und auf Treppen, die in den Stein gehauen sind. Mal rauscht  der Fluss, mal murmelt er bloss und dann stürzt er sich spektakulär in die Tiefe. Und immer wieder steht man auf sanft schaukelnden Brücken und schaut fasziniert in die schäumenden Fluten hinunter. Zum Glück ist der Weg gut gesichert, denn es kann manchmal etwas glitschig sein, wenn es die Tage vorher geregnet hat. Wir Frauen verhielten uns grad wie die Areuse: lustig plaudernd, kletternd und hüpfend, dann still und beeindruckt von dem Naturschauspiel, zwischendurch wieder laut lachend wegen Hanny’s Wanderschuh-Geschichte und besorgt fragend, ob Hanny denn noch vorwärts kommt mit Schwiegermutter‘s Wanderschuhen! Mit Kabelbindern, welche die erfahrene Rosmarie immer dabei hat, wurden die Schuhsohlen befestigt, denn sie drohten sich vom Oberteil zu trennen. Bis zur Mittagsrast ging das leidlich gut, aber dann war Schluss und bei der Expo-Brücke fiel eine Sohle ab. Hanny wanderte tapfer weiter und  schlussendlich schaffte sie es gerade noch bis zur Asphaltstrasse, die uns nach Boudry zum Bahnhof führte. Schade gab es auf der Strecke kein geöffnetes Restaurant, um ein Glas Wein auf die  erfolgreiche Wanderung zu trinken. Aber auf dem kleinen Bahnhof einen Unterstand, denn es wurde schwarz und dunkel über der Areuse-Schlucht und als wir unsere Picknickresten auspackten,  fing es an zu regnen – wir glaubten es kaum.Für ein Glas Wein hatten wir dann im Gare de Neuchâtel endlich doch noch Zeit und Musse. Das Rauschen und Tosen und das sanfte Murmeln der Areuse in den Ohren, die vielen eindrücklichen Bilder der Felsen, Bäume, der moosigen Steine und die mystisch-romantische Stimmung der Areuse-Schlucht nahmen wir mit auf den Heimweg. Liebe Lore, leider musstest du auf die herrliche Wanderung, die du so tipptopp vorbereitet hast, verzichten. Wir danken dir herzlich und wünschen dir gute Besserung.

Elisabeth Würsch

Autor: Trudi Werder

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.